Umweltmanagement

Im Folgenden haben wir Ihnen eine Vielzahl an Informationen rund um das Thema Umweltmanagement und der dazu entsprechende Managementnorm ISO 14001:2015 zusammengefasst.

Passend zu diesem Themengebiet bieten wir folgende Webinare an.

Umweltmanagement

ISO 14001:2015

In diesem individuellen Online-Seminar erfahren Sie, wie Sie die Normforderungen der ISO 14001:2015 in der Praxis umsetzen können, als auch welche Fragen in einem Audit auf Sie und Ihr Unternehmen zukommen können. Des Weiteren gehen wir auf den risikobasierten Ansatz ein 

Seminardauer: 8 Stunden (nach jeweils 1,5 Stunden wird eine kurze Pause durchgeführt / mehrere Termine möglich)

Inhalte:

  • Einführung in die Thematik des Umweltmanagements im Rahmen der ISO 14001:2015
  • Ziele und Vorteile durch das betriebliche Managementsystem
  • Prozessorientierter Ansatz unter dem Risikoaspekt
  • Managementprozesse
  • Operative Prozesse
  • Unterstützungsprozessen
  • Forderungen der einzelnen Normkapitel
  • Beispiele der Umsetzung
  • Gefahrstoffmanagement
  • Abfallmanagement
  • Beispiele für Fragen im Audit (Auditfragenkatalog)
  • Praxisorientierte Beispiele

Kosten:

  • 750,00 € netto zuzüglich 19% MwSt. als Online-Seminar (bis 12 Teilnehmer eines Unternehmens inklusive)

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Umweltmanagement Audit

Sie sind ein ISO 14001 zertifiziertes Unternehmen, so ist hierbei die Durchführung eines eigenen Systemaudits regelmäßig nachzuweisen

Im Rahmen dieses individuellen Online-Seminars zum internen Auditor im Kontext des Umweltmanagements gemäß ISO 19011 erfahren Sie wie Sie Ihre internen Audits planen, durchführen und dokumentieren müssen.

Seminardauer: 4 Stunden (nach jeweils 1,5 Stunden wird eine kurze Pause durchgeführt / mehrere Termine möglich)

Inhalte:

  • Einführung in den Themenkomplex der Auditierung
  • Forderungen der DIN EN ISO 19011 
    • (Anforderungsnorm für die Durchführung von Audits)
  • Prozessorientierte bzw. systemorientierte 
  • Auditierung
  • Auditarten und Auditkriterien
  • Gesprächs- und Fragetechniken
  • Auditvorbereitung
  • Planung
  • Auditdurchführung
  • Nachweisführung und Dokumentation
  • Auditfeststellungen
  • Auditnachbereitung
  • Auditbericht
  • Maßnahmenmanagement / Wirksamkeitsbewertung der Maßnahmen

Kosten:

  • 450,00 € netto zuzüglich 19% MwSt. als Online-Seminar (bis 12 Teilnehmer eines Unternehmens inklusive)

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Gründe für ein Umweltmanagementsystem

  • Image-Gewinn → Präsenz in den Medien
  • Kostenreduzierung durch geringeren Ressourcenverbrauch
  • Verringerung der Umweltbelastungen (Luft, Wasser, Boden)
  • Kennen der rechtlichen Pflichten und Auflagen → Rechtssicherheit u. geringeres Haftungsrisiko
  • Vorteile bei Krediten u. Versicherungen
  • Verringerung der Störanfälligkeiten der Anlagen durch gezielte Wartungen
  • Erfüllung von Forderungen der Öffentlichkeit, von Organisationen u. Verbänden
  • Ohne Umweltmanagement
    • >> KEIN AUFTRAG <<

Umweltschutz basiert auf:

  • Vorsorgeprinzip
    • Umweltbelastungen vor dem Entstehen zu verhindern
  • Verursacherprinzip
    • Der Verursacher muss für den Schaden haften
  • Kooperationsprinzip
    • Lösungen durch Zusammenarbeit betroffener Gruppen finden

Rechtlicher Rahmen des Umweltmanagements

  • Grundsätze der Rechtsgestaltung in Deutschland

    Umweltrecht
  • EU-Verordnungen <--> EU-Richtlinien

Öffentliches Umweltrecht

  • Chemikaliengesetz (ChemG)
  • REACH (Registrierung, Bewertung u. Zulassung von Chemikalien)
  • Gefahrstoffverordnung (GefstoffV), (seit ende 2010 GHS)
  • Kreislaufwirtschafts- u. Abfallgesetz (KrW-/AbfG)
  • Wasserhaushaltsgesetz (WHG, neu seit 2010)
  • Bundesimmissionsschutzgesetz (BImschG)
  • Bundesbodenschutzgesetz (BbodSchG)
  • Atomgesetz (AtomG)
  • Gentechnikgesetz (GenTechG)
  • Biostoffverordnung (BioStoffV)
  • Energieeinspargesetz (ENEG)
  • Umweltschadensgesetz

Privates Umweltrecht

  • Rechtsprechung nach Zivilgericht
  • Beteiligt: Bürger ↔ Bürger
  • Ziel: Ausgleich d. Interessen
  • Beispiel:
    • Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)/ § 823 Schadensersatzpflicht, § 906
    • Zuführung unwägbarer Stoffe

Umweltstrafrecht

  • Beteiligt: Staat ↔ Bürger
  • Rechtsprechung: Strafgericht
  • Ziel: Strafverfolgung
  • Strafgesetzbuch (StGB)
  • Beispiel: § 324 Gewässerverunreinigungen

Organisation des betrieblichen Umweltmanagements

  • Verantwortungen im Betrieb
  • Unternehmer
  • Leitende Angestellte / Vorgesetzte
  • Alle Mitarbeiter

Einführung eines Umweltmanagements

Bestandsaufnahme

  • Aufnahme aller verwendeten Umweltaspekte
  • Aufnahme aller „Stoff- u. Energieflüsse“ im Unternehmen
  • Zusammenfassen der Anlagendaten
  • Analyse der letzten Verbrauchsabrechnungen
  • Vorhandene Daten?

Umweltpolitik

  • Oberste Leitung :
    • Definiert die Umweltpolitik
    • Verpflichtet sich zur kontinuierlichen Verbesserung
    • Verpflichtet sich alle relevanten Gesetze einzuhalten
    • Macht die U-Politik allen Mitarbeitern bekannt
    • Macht U-Politik der Öffentlichkeit zugänglich

Planung

  • Umweltkonzept aufbauen:
    • Stoff- u. Energieflüsse zuordnen
    • Umweltaspekte definieren
    • um Verbräuche / Mengen entsprechenden Anlagen und Prozessen zuzuordnen
    • um genaue Verbrauchs- u. Mengendaten jeder einzelnen Anlage /
    • Prozesse zu erhalten
    • um mögliche Schwachstellen zu identifizieren

Implementierung

  • Daten der Bestandsaufnahme Unternehmensbereichen zuordnen
  • Ressourcen für den Aufbau eines UMS bereitstellen
  • Mitarbeiter für das Thema Umwelt sensibilisieren
  • Umweltdaten sammeln

Umweltkennzahlen

  • Umweltleistungskennzahlen
    • Stoff und Energiekennzahlen
    • Infrastruktur- u. Verkehrskennzahlen
  • Umweltmanagementkennzahlen
    • System- und Bereichs-bewertende Kennzahlen
  • Umweltzustandskennzahlen
    • Kennzahlen zum Zustand von Wasser, Luft, Boden, Flora, Fauna → Wird durch externe Stellen erhoben
  • Stoff- und Energiekennzahlen (Input ↔ Output)
    • Material, Wasser, Energie, Produkte, Abfall, Abwasser, Emissionen
  • Infrastruktur- und Verkehrskennzahlen
    • Anzahl Maschinen, Anlagen, Produktkilometer, Entsorgungsweg
  • System-bewertende Kennzahlen
    • Beschwerden, Umweltkosten, Systemumsetzung
  • Bereichs-bewertende Kennzahlen
    • Beschaffung, interne / externe Kommunikation, Schulungen, Personal, Sicherheit

ABC-Analyse

Qualitative Bewertung der ökologischen, gesellschaftlichen u. rechtlichen Kriterien

  • A-Einstufung: großes ökologisches Problem u. sofortiger Handlungsbedarf
  • B-Einstufung: ökologisches Problem u. mittlerer Handlungsbedarf
  • C-Einstufung: Keine ökologischen Probleme u. kein Handlungsbedarf

1 Einhaltung rechtlicher u. politischer Rahmenbedingungen:

  • A1 = Gesetzliche Anforderungen werden nicht eingehalten
  • B1 = Gesetzgeber plant Verschärfung
  • C1 = Gesetzliche Anforderungen werden eingehalten u. es werden keine Verschärfungen geplant

2 Gesellschaftliche Anforderungen:

  • A2 = Produkt steht unter ständiger Kritik
  • B2 = Gesellschaft fordert strengere Regelungen
  • C2 = keine Kritik

3 Gefährdungs- u. Störfallpotential:

  • A3 = hohes Gefährdungs- u. Störfallpotential
  • B3 = mittleres Gefährdungs- u. Störfallpotential
  • C3 = kein Gefährdungs- u. Störfallpotential

4 Umweltkosten u. Produktivitätsverluste:

  • A4 = hohe Umweltkosten u. Produktivitäts-verluste
  • B4 = mittlere Umweltkosten u. Produktivitäts-verluste
  • C4 = keine Umweltkosten u. Produktivitäts-verluste

5 Beeinträchtigung d. Umwelt:

  • A5 = hohe Beeinträchtigung d. Umwelt
  • B5 = mittlere Beeinträchtigung d. Umwelt
  • C5 = keine Beeinträchtigung d. Umwelt

6 Verbrauch nichtregenerativer Energien:

  • A6 = hoher Verbrauch an nichtregenerativer Energien
  • B6 = mittlerer Verbrauch an nichtregenerativer Energien
  • C6 = Einsatz von regenerativer Energien

  • ABC und XYZ Analyse (Quantifizierung)

  • X: dauerhafte Umwelteinwirkung / hoher Mengenverbrauch
    • (Mengenanteil am Gesamtprodukt: 10-100%)
  • Y: kurzfristige Umwelteinwirkung / kurzfristiger Mengenverbrauch
    • (Mengenanteil am Gesamtprodukt: 1-10%)
  • Z: keine Umwelteinwirkung / kein Mengenverbrauch
    • (Mengenanteil am Gesamtprodukt: <1 %)

Hauptfokus: RISIKOMANAGEMENT

  • Produktlebenszyklus mit Vor- und Nachgelagerten Prozessen (Transport, Lagerung)
  • Überwachungsverantwortung der Geschäftsführung
    Kunde

  • Risikobasiertes Denken:
  • Abschnitt 4 „Kontext der Organisation“
    • Die Organisation muss die Risiken festlegen, welche einen Einfluss auf ihre QM-Planungen haben könnten
  • Abschnitt 5 „Führung“
    • Die oberste Leitung muss sicherstellen, dass die Forderungen aus Abschnitt 4 umgesetzt werden
  • Abschnitt 6 „Planung für das Produkt“
    • Risiken müssen erkannt und Chancen ergriffen werden Abschnitt 8 „Betrieb “
    • Die Organisation wird aufgefordert Prozesse zu implementieren, die „Betriebs-“ Risiken zu berücksichtigt
  • Abschnitt 9 „Bewertung der Leistung“
    • Risiken und Chance müssen beobachtet, gemessen, analysiert und bewertet werden
  • Abschnitt 10 „Verbesserung“
    • Die Organisation muss auf Risiken und Chancen mit fortlaufender „Verbesserung” reagieren.

Umweltrecht

  • Umwelthaftungsgesetz (UmweltHG)
  • Gesetz über die Vermeidung und Sanierung von Umweltschäden (Umweltschadensgesetz - USchadG)
  • Bundesimmissionsschutzgesetz (BimSchG)
  • Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG)
  • Gefahrstoffrecht / Chemikaliengesetz
    • GHS = Global Harmonised System

  • Umwelthaftungsgesetz
    § 1 Anlagenhaftung bei Umwelteinwirkungen
    o Wird durch eine Umwelteinwirkung, die von einer im Anhang 1 genannten Anlage ausgeht, jemand getötet, sein Körper oder seine Gesundheit verletzt der eine Sache beschädigt, so ist der Inhaber der Anlage verpflichtet, dem Geschädigten den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen. • § 2 Haftung für nichtbetriebene Anlagen
    (1) Geht die Umwelteinwirkung von einer noch nicht fertiggestellten Anlage aus und beruht sie auf Umständen, die die Gefährlichkeit der Anlage nach ih- rer Fertigstellung begründen, so haftet der Inhaber der noch nicht fertigge- stellten Anlage nach § 1.
    (2) Geht die Umwelteinwirkung von einer nicht mehr betriebenen Anlage aus und beruht sie auf Umständen, die die Gefährlichkeit der Anlage vor der Ein- stellung des Betriebs begründet haben, so haftet derjenige nach § 1, der im Zeitpunkt der Einstellung des Betriebs Inhaber der Anlage war.
    § 3 Anwendungsbereich
    (1) Dieses Gesetz gilt für
    1. Umweltschäden und unmittelbare Gefahren solcher Schäden, die durch eine der in Anlage 1 aufgeführten beruflichen Tätigkeiten verursacht werden; o 2. Schädigungen von Arten und natürlichen Lebensräumen im Sinn des § 19
    Absatz 2 und 3 des Bundesnaturschutzgesetzes und unmittelbare Gefahren solcher Schäden, die durch andere berufliche Tätigkeiten als die in Anlage 1 aufgeführten verursacht werden, sofern der Verantwortliche vorsätzlich oder fahrlässig gehandelt hat.

Rohstoffgewinnung / Rohstoffaufbereitungaufbereitung

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Entwicklung und Projektplanung

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Produktion und Montage

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Logistik

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Nutzung durch Endkunden

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Recycling

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Im folgenden Video erhalten Sie umfangreiche Informationen zum vorliegenden Themenkomplex

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Gerne beantworten wir auch Ihre Fragen!

Inwieweit muss die Produktlebenswegbetrachtung gemäß ISO 14001 auf unser Produktportfolio angewendet werden?

  • Sie muss möglichst alle relevanten Produkte Ihres Unternehmens umfassen. Fassen Sie dazu die Bestandteile zu Produktgruppen zusammen, um eine Vereinfachung vornehmen zu können


Führung

Erfahren Sie mehr über die Anforderungen und erforderlichen Umsetzung gemäß der Norm DIN ISO 14001:2015

Betrieb

Erfahren Sie mehr über die Anforderungen und erforderlichen Umsetzung gemäß der Norm DIN ISO 14001:2015

Verbesserung

Erfahren Sie mehr über die Anforderungen und erforderlichen Umsetzung gemäß der Norm DIN ISO 14001:2015

Pflichtdokumente ISO 14001:2015

  • 4.3 Anwendungsbereich des UMS
  • 5.2 Umweltpolitik
  • 6.1.1 Risiken und Chancen
  • 6.1.1  Erforderliche Prozesse zur Bestimmung von Risiken und Chancen,
    Umweltaspekten, bindenden Verpflichtungen, Planung von Maßnahmen
  • 6.1.2  Umweltaspekte und Umweltauswirkung sowie Bewertungskriterien
  • 6.1.3  Bindende Verpflichtungen
  • 6.2.1 Umweltziele
  • 7.2 Nachweise zur Kompetenz
  • 7.4.1 Nachweise zur Kommunikation, soweit angemessen
  • 8.1  Dokumentierte Informationen zu Prozessen der betrieblichen Planung und
    Steuerung
  • 8.2  Dokumentierte Informationen zu Prozessen der Nofallvorsorge und
    Gefahrenabwehr
  • 9.1.1  Nachweise der Ergebnisse der Überwachung, Messung, Analyse und
    Bewertung
  • 9.1.2  Nachweise der Ergebnisse der Bewertung der Einhaltung der bindenden
    Verpflichtungen
  • 9.2.2 Nachweise der Verwirklichung des Auditprogramms und der Ergebnisse der
    Audits
  • 9.3 Nachweis der Ergebnisse der Managementbewertung
  • 10.2 Nachweis zu Nichtkonformitäten und Ergebnissen von Korrekturmaßnahmen

ISO 14001:2015 / Änderungen gegenüber Version 2008

  • Struktur der Norm
  • Statt des Begriffs „kontinuierliche Verbesserung“ zukünftig nur noch „Verbesserung“
  • Die Stabsstelle des Umweltmanagementbeauftragten entfällt /
  • Aufgaben können so freier delegiert werden
  • Risikoaspekt wird stets vorbeugend mit betrachtet, um diese zu beherrschen und zu kontrollieren. (Ein formales Risikomanagement ist aber hier keine Forderung)
  • Die Unterscheidung nach Vorgabe-Dokumenten und Aufzeichnungen wird als Dokumenteninformation behandelt
  • Nur noch explizit geforderte Dokumentation der Verfahren „Dokumente“ und „Aufzeichnungen“

ISO 14001:2015 (High Level Struktur HLS)

  1. Vorwort und Einleitung
  2. Normative Normative Verweisungen
  3. Begriffe und Definitionen
  4. Aufbau / Zusammenhang der Organisation
  5. Führung
  6. Planung
  7. Unterstützung
  8. Operative Planung und Steuerung
  9. Leistungsbewertung
  10. Verbesserung

Informationen

FAQ

Unter der Rubrik FAQ klären wir häufig gestellte Fragen im Zusammenhang mit dieser Plattform

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