Gefahrstoffmanagement

Erfahren Sie mehr über die Notwendigkeit des Gefahrstoffmanagements


Gefahrstoffmanagement

Begriffe in der Gefahrstoffverordnung

  • Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) ersetzt maximale Arbeitsplatzkonzentration (MAK)
  • Biologischer Grenzwert (BGW) ersetzt biologische Arbeitsplatztoleranz (BAT)

Gefahrstoffrecht

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Begriffe in der Gefahrstoffverordnung

  • Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) ersetzt maximale Arbeitsplatzkonzentration (MAK)
  • Biologischer Grenzwert (BGW) ersetzt biologische Arbeitsplatztoleranz (BAT)

H-Sätze Gefahrenhinweise

H 3 01

  • H =  Gefahrenhinweis (Hazard Statement)
  • 3 =  Gruppierung 2 = Physikalische Gefahren / 3 = Gesundheitsgefahren / 4 = Umweltgefahren
  • 01 = Laufende Nummer

H-Sätze Gefahrenhinweise Beispiele

  • H290 Kann Metalle korrodieren
  • H318 Verursacht schwere Augenschäden
  • H315 Verursacht Hautreizungen
  • H400 Sehr giftig für Wasserorganismen
  • H412 Schädlich für Wasserorganismen, Langzeitwirkung

P-Sätze Sicherheitshinweise

P 1 02

  • P = Sicherheitshinweis (Precautionary Statement)
  • 1 = Gruppierung 1 = Allgemein / 2 = Vorsorgemaßnahmen / 3 = Empfehlung / 4 = Lagerhinweis / 5 = Entsorgung
  • 02 = Laufende Nummer

P-Sätze Sicherheitshinweise Beispiele

  • P234 Nur im Originalbehälter aufbewahren
  • P264 Nach der Handhabung Hände gründlich waschen
  • P280 Schutzkleidung / Gesichtsschutz, Schuhe...
  • P390 Ausgetretene Mengen zur Vermeidung von Materialschäden aufnehmen

GHS = CLP-Verordnung

  • Globally Harmonised System of Classification and Labelling of Chemicals der Vereinten Nationen in die EU
  • Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung für Stoffe bis zum 1. Dezember 2010 gemäß der RL 67/548/EWG (Stoff-RL) und für Gemische bis zum 1. Juni 2015 gemäß der RL 1999/45/EG (Zubereitungs-RL)

Ziele von GHS

  • Weltweite einheitliche Kennzeichnung und Einstufung
  • Warenverkehr soll erleichtert werden
  • Harmonisierung Gefahrstofftransporte

REACH

  • Registration, Evaluation, Authorisation of Chemicals (Registrierung, Bewertung und Zulassung von Chemikalien) ---> ECHA (Europäische Chemikalienagentur)
  • Ab 1t/a Produktion eines Stoffes Registrierungspflichtig
  • Ausnahmen von der Registrierungspflicht
  • Anhang IV und V der REACH-Verordnung
  • Stellt ein Stoff eine Ausnahme dar - Regelung in anderen Gesetzen? (radioaktiv, Abfall, Arzneimittel)

Ausnahmen von der Registrierungspflicht

  • Stoff dient als Hilfsstoff für Pflanzenschutzmitteln oder Biozide und unter Artikel 15 Reach-VO aufgelistet = registriert
  • Polymere – keine Registrierung erforderlich nur Monomer über 2% und >1t/a Produktion für Polymer
  • produkt- und verfahrensorientierte Forschung und Entwicklung eingesetzten Stoffe – keine Registrierung ebenso nichtisoliertes Zwischenprodukt
  • Stoff ist ein Lebensmittel oder Futtermittel und Human- oder Tierarzneimittel nach Artikel 2 Absatz 5 - keine Registrierung
  • Nach Artikel 24 gelten Stoffe, die bereits nach der bislang geltenden Richtlinie 67/548/EWG* angemeldet worden sind, auch als unter REACH registriert. *( Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften für die Einstufung, Verpackung und Kennzeichnung gefährlicher Stoffe)
  • Liegt bisher keine Registrierung vor - Nach Artikel 23 wird zwischen Phase-in-Stoffen und Non-Phase-in-Stoffen unterschieden.
  • Phase-in-Stoff
  • Non-Phase-in-Stoff muss registriert werden
  • Phase-in-Stoff muss vorregistriert sein
  • Registrierungspflichtige, aber nicht vorregistrierte (Phase-in-) Stoffe dürfen nach Ablauf der Vorregistrierungspflicht nicht mehr hergestellt / importiert werden.
  • Ist Registrierung erfolgt – nachgeschalteter Anwender – keine Registrierung
    • Artikel 31 Reach-VO - Sicherheitsdatenblatt

Kennzeichnungsregelung / Gefahrstofflagerung

  • Kennzeichnungselemente
  • Name und Produktidentifikation
  • Piktogramme
  • Nennmenge, wenn Stoff o. Gemisch öffentl. zugänglich gemacht wird
  • Anschrift des Lieferanten
  • H-Sätze, Anzahl durch CLP-Verordnung
  • P-Sätze, maximal 6

GHS Gefahrenklassen

Physikalische Gefahren: 16 Gefahrenklassen

  • 1) Explosive Stoffe/Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoff
  • 2) Entzündbare Gase
  • 3) Entzündbare Aerosole
  • 4) Entzündend (oxidierend) wirkende Gase
  • 5) unter Druck stehende Gase
  • 6) Entzündbare Flüssigkeiten
  • 7) Entzündbare Feststoffe
  • 8) Selbstzersetzliche Stoffe und Gemische
  • 9) Selbstentzündliche (pyrophore) Flüssigkeiten
  • 10) Selbstentzündliche (pyrophore) Feststoffe
  • 11) Selbsterhitzungsfähige Stoffe und Gemische
  • 12) Stoffe und Gemische, die in Berührung mit Wasser entzündbare Gase entwickeln
  • 13) Entzündend (oxidierend) wirkende Flüssigkeiten
  • 14) Entzündend (oxidierend) wirkende Feststoffe
  • 15) Organische Peroxide
  • 16) Auf Metalle korrosiv wirkend

Gesundheitsgefahren: 10 Gefahrenklassen

  • 1) Akute Toxizität
  • 2) Ätzung/Reizung der Haut
  • 3) Schwere Augenschädigung/-reizung
  • 4) Sensibilisierung von Atemwegen oder Haut
  • 5) Keimzell-Mutagenität
  • 6) Karzinogenität
  • 7) Reproduktionstoxizität
  • 8) Spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige Exposition)
  • 9) Spezifische Zielorgan-Toxizität (wiederholte Exposition)
  • 10) Aspirationsgefahr

Umweltgefahren: 1 Gefahrenklasse

  • Gewässergefährdend

Zusätzliche EU-Gefahrenklasse 

  • Die Ozonschicht schädigend

Gefahrstofflager Lagerung wassergefährdender Stoffe

  • Nach neuem Wasserhaushaltsgesetz (ab März 2010)- Eignungsfeststellung von Anlagen nach § 62 und § 63 WHG
  • Einzelheiten zur Überwachung und Fachbetriebspflicht nach neuem VUmws (Verordnung zum Umgang mit wasser-gefährdenden Stoffen)
  • Auffangwannen:
    • muss 10% der eingelagerten Menge aufnehmen können, mindestens aber den Inhalt des größten Behälters
    • Wenn in Wasserschutzgebieten zugelassen
      = meist 100% der Lagermengen

Wassergefährdungsklassen WGK

  • WGK 1 = schwach wassergefährdend
  • WGK 2 = wassergefährdend
  • WGK 3 = stark wassergefährdend

Weitere zu beachtende Faktoren

  • Lagerung entzündbarer Flüssigkeiten
  • Belüftung von Lagern entzündbarer Flüssigkeiten
  • Ex-Bereiche und Zonen
  • Löschwasserrückhaltung

Erstellung einer Gefahrstoffbetriebsanweisung

  • Übernahme der Daten aus dem Sicherheitsdatenblatt
  • Erstellung mit geeigneter Software
  • Umstellung nach GHS
  • Bestimmung d. Lagermengen und d. Lagerortes
  • Klärung der zuständigen Person (Verantwortung für sachgerechte Benutzung nach BetrSichV der Arbeitgeber)
  • Zugänglich machen der Betriebsanweisung am Lagerort

 


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